Kork oder Schrauber

Kork oder Schrauber, das ist hier die Frage:

Jedoch für mich ist die Sache klar: es wird ein Schrauber sein und zwar auf jedem meiner Weine. Ganz egal wie dessen Vinifikation war und es ist auch egal auch ob es nun Bio-Wein ist oder nicht. Der Grund liegt für mich auf der Hand, denn wenn ca. jeder 20igste Kork fehlerhaft ist und das ist jedenfalls eine ganze Menge, dann scheint mir dieser Verschluss für die viele Arbeit die eine Flasche Wein braucht um entstehen zu können, nicht gerechtfertigt zu sein. Außerdem, und das ist in diesem Zusammenhang auch zu erwähnen (das gerne beim Kork vergessen wird): Korken werden nach dem „herausstanzen“ aus der Rinde mit Chlor und anderen Chemikalien gewaschen. Wieso? Um Korkgeschmack zu vermeinden. Das ist umwelttechnisch zu hinterfragen. Jedoch das Schlimme am Korken sind nicht die eindeutigen Korkgeschmäcker der jedem sofort auffällt, nein, es sind jene die dem Wein einen schleichenden Korkgeschmack verleihen. Das sind die Schlimmsten, denn als Weingenießer weiß man dann oft nicht ob der Wein einfach nicht in guter Verfassung ist, oder doch vom Kork beeinträchtigt ist!

Jedoch, welcher Meinung sind Sie?

Wenn Sie guten Wein immer mit Naturkork in Verbindung bringen, dann sollten Sie wissen, dass ca. jede 20. Flasche durch den Kork beeinträchtigt ist. Deshalb werde ich, auch wenn ich Bio-Weine keltere keine Korken für meine Weine verwenden. Außnahme allerdings stellen Großformate dar, den für diese Flaschen gibt es (for allem für Doppelmagnums und größere Gebinde) keine Schrauber.. Und was schon seit Jahrzehnten bei Spirituosen gängig ist, kann auch beim Wein nichts böses sein.

Den Glasverschluss möchte ich in diesem Zusammenhang erst gar nicht erwähnen, denn ich finde dass dieser nur ein Lifestyleverschluss ist und auf Grund der Silikondichtung genauso zu hinterfragen ist.

Das Fazit des oben verknüpften Links scheint doch klar zu sein (Zitat Weinschule.de): „Die Frage nach dem romantischen Plopp beim Öffnen einer verkorkten Flasche lassen wir in dieser Diskussion über Kork oder Schrauber außen vor. Spätestens wenn Ihr einen 50 Euro teuren Wein zehn Jahre wie euren Augapfel gehütet habt, um ihn dann nach dem Entkorken als stinkende Brühe dem Ausguss zu überantworten, kommt Euch dieses Plopp nicht mehr so romantisch vor…“ Und genau so sehe ich das auch..

Zum Abschluss ein guter Artikel eines Wein-Profis, der alles auf einen Punkt bringt.. (lesenswert!)

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I am the winemaker @ the HERRENHOF

2 comments Write a comment

  1. Aus sicht punkt der Winzer kann ich es verstehen, aber es belibt ein Erlebnis für die Gäste eine Flasche zu öffnen . Und der Plop sollte sicher nicht dabei sein.
    Für die Weine die innerhalb ein bis 3 Jahre getrunken werden müssen ok ein drehverschluss darf sein. Aber weiter bleibe ich ein Korke fan.

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