WeinWisser Tasting

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Yves Beck vom WeinWisser hat folgende Weine vom Herrenhof verkostet – Herr Beck schreibt folgendes in seinen Notizen:


Mario Scheuermann hatte schon damals eine gute Nase gehabt und war Feuer und Flamme als er vor einiger Zeit mit Gottfried Lamprecht ein Interview durchführte.
WeinWisser Yves Beck kann Marios Begeisterung nachvollziehen. Bei den Weinen von Gottfried Lamprecht ist nichts dem Zufall überlassen. Der engagierte Winzer setzt sich, vor allem, mit Details auseinander und führt sein „Weinprojekt“ erfolgreich durch. Wirft man einen Blick auf seiner Internetseite, ist schnell klar, dass die Details mit denen er sich auseinandersetzt, nicht die überflüssigen sind, sondern die relevanten, die die dafür sorgen ob ein Wein sehr gut oder gross wird. Experimente und Trends mag er auch, und so produziert er „Verjus“, was man sehr gut als Essigersatz für Salat benützen kann. Verjus stammt aus unreife Beeren und hat dadurch ein hohes Säuregehalt.

Wovon Beckustator am meisten begeistert war, ist aber nicht die Salatsauce die er mit dem Verjus zubereitete, sondern Lamprechts „Weisser Gemischter Satz 2013″. Welch eine Leistung! Dazu erklärt Lamprecht : „Es handelt sich um einen echten Gemischter Satz mit über 70 (teils uralten) Rebsorten! So wie man sich eben einen „anständigen“ Gemischten Satz vorstellt. Ausbau in 600l Fässer aus eigenem Holz vom eigenen Eichenwald! Spontan vergoren, Maischestandzeit ca. 2, fast 3 Tage.“

die Verkostungsnotiz:
Weisser gemischter Satz 2013 (aka Buchertberg Weiss)
Helles Gold. Was machen Sie wenn eine Nase, ein Bouquet oder, wie in diesem Fall, ein verwirrendes olfaktorisches Erlebnis, Sie in einer neuen Dimension bewegt? Wenn Sie eine Verkostungsnotiz von einem Weinkritiker, die so beginnt, lesen, schütteln Sie wahrscheinlich schon den Kopf. Nun, hätten Sie den Wein, den ich gerade vor mir habe, in ihrem Glas, würde es ihnen vermutlich genauso gehen wir mir. Welch eine Vielfalt und Intensität. Es duftet nach Minze, Anis, Ananas, Wassermelone, Kakaobohnen, Brennnesselsamen und etwas Haselnuss. Der Gaumenauftakt ist eine gute, aber auch geringere, Widerspiegelung der Nase. Der Wein zeigt Rasse und eine intensive Aromatik. Was dieser Wein nicht zu bieten hat ist Kraft und Grösse. Warum auch? Er hat eine ausgezeichnete Nase, ein saftiger Gaumen, eine lebhafte Struktur und macht riesig Spass. Angenehme, leicht bittere, Noten im Abgang. Ein faszinierender Wein, der das Einfache und das Komplexe zusammenbringt und zu einem bemerkenswerten Ergebnis führt. Jetzt – 2020. 18/20

Weisser Burgunder 2014
Helles Gelb. Klassisches Bouquet mit Zitrone, kalter Asche und Mandeln. Lebhafter Gaumenauftakt, schöne Aromatik. Der Körper ist leicht cremig und saftig. Dieser Weissburgunder bietet bereits Trinkgenuss aber wird sich bestimmt noch entfalten. Jetzt – 2020. 17/20

Furmint 2014
Helles Gold. Intensives Bouquet mit Zitrusfrucht, Feuerstein und Graphit. Die olfaktorischen Eindrücke reflektieren sich bestens im Gaumen. Der Wein wirkt rassig dank seiner knackigen Säure und saftigem Charakter. Gute Intensität. Kann noch zulegen aber bietet bereits Genuss. Jetzt – 2024. 18/20

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