Archiv für die Kategorie „Wine cellar“

Weinbaugeschichte #1

Dienstag, 3. August 2010

Für alle die nur Edelstahl kennen, es gab eine Zeit davor…
In diesem Post möchte ich Euch etwas Weinbaugeschichte zeigen: vor allem welche Werkzeuge und Maschinen verwendet wurden. Der erste Teil (#1) beschäftigt sich mit Gerätschaften bis 1945. Diese Jahreszahl deshalb, da ab dem Ende des 2. Weltkrieges sich bis heute der Weinbau und die Kellerarbeit maßgeblich geändert hat.

plough
Ein sehr alter Pflug für Acker und Weingarten. Entweder mit 1PS oder Ochsen. Dahinter der Weinbauer.


Eine Baumpresse. Der Pressbaum, meist aus Eiche presst mit seinem Gewicht die gequetschten Beeren langsam und schonend aus. Mittels Spindel wurde der Baum schrittweise heruntergeführt. Links zu sehen eine kleine Traubenquetsche und rechts eine Butte, mit der die Trauben aus den Weingärten getragen wurden.


Eine alte Quetsche komplett aus Holz gemacht.

tally stick
Etwas ganz seltenes, ein Kerbholz bei dem mit Hilfe eines Messers die Anzahl der Butten, die aus dem Weingarten geschafft wurden, eingeritzt sind. Eine einfache Mengenkontrolle während der Ernte.

wooden sprayer
Seit Oidium und Peronospora das Leben der Weinbauern schwieriger gemacht hat (Ende 19. Jahrhundert), ist es notwendig mit Hilfe von Pflanzenschutzmitteln, die Reben gesund zu halten. Natürlich ist es ein großer Unterschied was gepritzt wird. Hier wird es wohl Kupfer gewesen sein (grüne Farbe an der hölzernen Spritze).


Seit die Kelten das Holzfass erfunden haben, hat sich eigentlich an dieser Szene bis heute fast nichts geändert!

Manure-Barrel
Das ist kein Weinfass, sieht aber komplett gleich aus: dies war ein Jauchenfass :-)

Die Bilder stammen von mir und vom Landtechnikmuseum in St. Michael (Südburgenland). Weitere auch aus Moschendorf, wo sich ein Weinbaumuseum befindet. Beides absolut sehenswert!

Episode #6 – Wine needs time.

Sonntag, 11. April 2010

Fore sure – wine needs time to develop. That’s why it is so sad that a lot of wines especially here in my region are bottled so early. Handcrafted wine, real natural fermentation and late harvest (as possible) requests more time in the cellar. And what is the benefit for YOU: a better and more authentic wine. I set a limit for the first release of my wines: it’s everything written down here in my CHARTA.
It’s the same with paintings: Some paintings need more time to finish than others and that’s comparable with wine. Decide yourself if you like the picture or not.

Ganz sicher – Wein braucht Zeit um sich zu entwickeln. Leider werden unter anderem in meiner Region Weine viel zu früh abgefüllt. Handwerkliche Weine, echte spontane Gärung und eine späte Lese (soweit wie möglich) verlangen automatisch mehr Ausbauzeit des Weines im Keller. Was bringt es DIR ?- einen besseren und authentischeren Wein. Deshalb habe ich mir auch ein Limit für den Verkauf des ersten Weines gemacht: alles darüber in der CHARTA.
Im Grunde vergleichbar mit Kunst. Ein Bild zu malen braucht Zeit und genauso ist es mit dem Wein. Entscheide selbst, ob dir das Bild gefällt.

For all mobile phone users: here is the youtube link.

Snapshots #3 – our old wine cellar

Samstag, 3. April 2010

This is about our old wine cellar an the (step by step) work behind the restoration of this jewel. It’s my fathers main ambition (he’s the motive force) to get this cellar ready for party and representation.
Über unseren alten Weinkeller und die Arbeit (Schritt für Schritt) der Restaurierung dieses alten Juwels. Es ist übrigens das Bestreben meines Vaters (er ist die Antriebskraft bei dieser Arbeit) den Keller für Feiern und zur Repräsentation fertig zu stellen.

old bricks

First – we had to clean the dirty walls/bricks.
Am Anfang mussten wir die staubigen Ziegel/Wände reinigen.

Wall dirty

The Walls – before blast cleaning.
Die Wände vor dem Sandstrahlen.

Jointings finished

All jointings filled with sand+lime per hand – took us hours!
Alle Fugen wurden mit einem Sand-Kalkgemisch per Hand gefüllt! Das hat Zeit gebraucht!

Structured work is important. Just checking what to do.
Strukturierte Arbeit ist wichtig. Schauen was als nächstes dran kommt.

old cross-vault

An old vault – pure craftsmanship.
Altes Gewölbe – echte Handwerkskunst.

new floor

The new floor.
Der neue Boden.

Ready to party – my Fathers 60th birthday.
Fertig für die 60iger Feier meines Vaters.

If you have any questions about this work and the cellar by itself – just leave a comment. We are nearly finished now – still some facilities to organize.
Wenn Ihr Fragen zur Arbeit oder zum Keller ansich habt, schreibt einfach ein Kommentar dazu. Der Keller ist nahezu fertig – es fehlen noch ein paar Einrichtungsgegenstände.

Buchertberg Wild Yeast

Montag, 8. Februar 2010

/ something about wild yeast fermentation
/ etwas über die Spontangärung

Every few days I go into my wine cellar and check the wine in the barrels and its yeast still on the bottom. In my cellar everything goes easy – the only yeast which ferments the must here is the one coming from the vineyard – the native (or wild) yeast. For me that’s part of my terroir. If I would use lab yeasts as well, the character of the vineyard disappears and the spontaneous fermentation is not effected by native yeasts anymore. Lot’s of winemakers will think yes, but I tell you that’s wrong. This means that there is no real fermentation by its native yeasts if there are still lab yeasts used in the same cellar.

Alle paar Tage sehe ich nach den Fässern und verkoste die Weine – da habe ich natürlich mit Hefe zu tun. Bei mir im Keller läuft alles sehr einfach ab. Die einzige Hefe, die ich im Herbst “verwende”, ist die, die aus meinem Weinberg kommt. Das ist für mich die logische Fortsetzung des Terroir Gedankens. Würde ich statt dessen auch Reinzuchthefe verwenden, würde erstens der Charakter des Weingartens verschwinden und die eigentlich spontane Gärung keine echte mehr sein, wie trotzdem viele “Winemaker” meinen. Das heißt, dass es keine echte spontane Gärung in einem Weinkeller gibt, in dem Reinzuchthefen angewendet werden.